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Geistliche Impulse:

12. Dezember: Unsere Liebe Frau von Guadalupe

Am 9. Dezember 1531 erscheint am Stadtrand von Mexiko Stadt die Jungfrau und Gottesmutter Maria dem 57 Jahre alten Indio Juan Diego. Sie erteilt ihm den Auftrag, zu Bischof Zumárraga zu gehen und ihn aufzufordern, ihr zu Ehren am Erscheinungsort, auf dem Berg Tepeyac, eine Kirche zu erbauen. Hier werde sie allen, die sie vertrauensvoll anrufen, ihre Hilfe erweisen.

 

Der Bischof ist skeptisch und verlangt ein Zeichen. Schließlich, bei der vierten Erscheinung am 12. Dezember, schickt die Muttergottes den Indio zu einer Bergstelle, um dort, gänzlich außergewöhnlich für diese Jahreszeit, Rosen in seine Tilma (einen Poncho-Umhang) zu sammeln. Mit diesen Rosen, welche Maria zuvor liebevoll geordnet hat, macht er sich auf den Weg zum Bischof. Als er die Rosen aus seiner Tilma vor ihm ausschüttet, erscheint auf dem groben, aus Agavenfasern gewirkten Stoff das Bild, das noch heute als die Darstellung der Jungfrau von Guadalupe verehrt wird.

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Eine wissenschaftliche Erklärung für das Bild ist bis heute nicht gefunden worden. Der Stoff der Tilma wurde aus Agaven gewonnen, normalerweise zerfällt ein solcher Stoff innerhalb von 20 Jahren. Der Stoff ist mittlerweile über 490 Jahre alt und frisch wie eh und je! Was die Farben betrifft: nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung bleibt das Geheimnis - denn auf den Fasern befindet sich offensichtlich keine Farbe. Die Materialien, die benutzt wurden, um das, was wie Farbe aussieht, hervorzubringen, sind der Wissenschaft unbekannt.

Maria zu Juan Diego:

„Höre und nimm es in dein Herz, mein liebstes, kleinstes Söhnchen. Nichts soll dich erschrecken, nichts dich betrüben, nicht soll sich dein Antlitz, dein Herz verfinstern. Fürchte nicht diese Krankheit, noch irgendeine andere Krankheit oder einen Kummer, einen Schmerz. Bin ich denn nicht hier, deine Mutter? Bist du nicht in meinem Schatten, meinem Schutz? Bin ich nicht der Brunnen deiner Freude? Bist du nicht in den Falten meines Mantels, in der Beuge meiner Arme? Was brauchst du mehr?“

 

Maria lädt uns ein und bittet uns, ihr zu vertrauen. Sie spricht dabei die Sprache, die jeder versteht. Mit Juan Diego, dem Indio, spricht sie zärtlich dessen Dialekt, der sog. Nahuatlsprache. Das Bild auf der Tilma ist voll mit Zeichen der Azteken, darum wird ihre Botschaft von den Einwohnern Mexikos auf Anhieb verstanden (z.B.: die Schleife über dem gewölbten Bauch als Zeichen gesegneter Schwangerschaft; der Himmelsmantel zeigt Maria als mächtige Frau; ihr geneigter Kopf verrät jedoch, dass sie selbst keine Göttin ist, sondern Gott anbetet,…).  

Während Europa 1531, zum Zeitpunkt der Erscheinung, in Glaubenskriegen zerbricht (Stichwort Reformation), geschieht in Mexiko das Gegenteil: Eine Bekehrungswelle führt in wenigen Jahren zur Taufe von annähernd 9 Millionen Azteken. Guadalupe ist heute der größte Wallfahrtsort der Welt.

20. August: Hl. Bernhard von Clairvaux

Der hl. Bernhard ist der bedeutendste und bekannteste Zisterzienser, er wurde 1090 in Burgund geboren. 1112 trat er mit 30 Gefährten in das 1098 gegründete Kloster Cîteaux ein. Bereits 1115 war er soweit gereift, dass er als Abt mit zwölf Mönchen zur Gründung des Klosters Clairvaux ausgesandt wurde. Er bot seinen Mitbrüdern täglich geistliche Nahrung durch seine Predigten. Weiters verfasste viele theologische Werke und auch seine Briefe wurden vervielfacht. Trotz seiner geringen körperlichen Kraft und ständiger Kränklichkeit verzehrte er sich für die Kirche und vor allem für die Einheit und den Frieden in der Kirche.

Ihm ist zueigen eine besondere Verehrung des Geheimnisses der Menschwerdung des Herrn und der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria.

Am 20. August 1153 starb er, im 63. Lebensjahr.

Nun soll der Heilige mit seinen Worten zu uns sprechen:

 

„Aus dem Schweigen kommt alle Kraft.“

„Der Liebe Lohn ist: Was sie liebt, und dass sie liebt.“

 

„Müßiggang ist die Quelle schlechter Begierden.“

 

„Wie hoch dich Gott einschätzt, magst du daraus erkennen, was er für dich geworden ist.“

 

„Ich eigne mir vertrauensvoll aus dem Herzen des Herrn an, was mir fehlt; denn es fließt über von Erbarmen und offene Spalten sind da, durch die es ausströmen kann.“

 

„Die Demut ist die Tugend, durch die der Mensch in der richtigen Erkenntnis seines Wesens sich selbst gering erscheint.“

 

„Das Kreuz ist eine Last von der Art, wie es die Flügel für die Vögel sind. Sie tragen sie aufwärts.“

 

„Rufe nur mit Andacht zu Maria, sie wird deine Not nicht unbeachtet lassen, da sie barmherzig, ja die Mutter Barmherzigkeit ist.“

2. Juli: Hochfest Mariä Heimsuchung

In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es geschah, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Lk 1,39-45

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Foto: Bründlkapelle Pulkau

Maria ging eilig in das Bergland, um der göttlichen Einsprechung zu gehorchen und Elisabeth einen demütigen Liebesdienst zu leisten. Sie lässt sich weder von den Beschwerden der Reise noch vom süßen Glück in ihrer heiligen Einsamkeit und der durch Gott in ihr vollbrachten Geheimnisse aufhalten. Das ewige Wort, das soeben in ihr Fleisch geworden ist, wollte mit Seinen Wirkungen sogleich einen Anfang machen und Johannes von der Erbsünde befreien. Es wäre für Gott genauso einfach gewesen Johannes zu erlösen, ohne dass Maria den Herrn zu Elisabeth getragen hätte, aber Er wollte Maria an diesem seinem ersten Werk teilnehmen lassen.

Gott geht immer die gleichen Wege, wenn man sich seiner Führung überlässt, wird man das sehr schnell merken. So wie Er am Anfang wollte, dass Ihn seine Mutter zu Johannes trägt, so macht Er es bis heute. Er will immer durch Maria zu uns kommen. Wenn wir Maria bitten, wird sie immer bereitwillig helfen.

 

Als Maria das Haus des Zacharias betritt, wird sogleich Johannes mit der Gnade des Herrn erfüllt und auch Elisabeth erkennt, dass die Mutter ihres Herrn und Gottes zu ihr kommt. Angesichts dessen wird ihr ihre eigene Kleinheit und Schwachheit bewusst, doch der Hl. Geist lässt sie jubelnd die Wahrheit über Maria verkünden: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. 

Worauf Maria überselig vor Freude das Magnifikat anstimmt, jenes Lied der Gottesmutter, das die Kirche täglich in der Feier der Vesper, des Abendgebetes der Kirche singt.

Mit den Worten Marias dürfen wir selbst uns freuen und jubelnd den Herrn loben und preisen für alles, was Er in Seiner übergroßen Güte an uns, in unserem Leben gewirkt hat und jeden Augenblick wirkt.

Marienmonat Mai

Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen;

|: o segne ihn mit holdem sinn und uns zu deinen Füßen! :|

 

Maria, Jungfrau, auserwählt, gesegnetste der Frauen,

|: durch dich kam Gottes Sohn zur Welt: auf deine Hilf wir bauen. :|

 

Dir, Mutter, sind wir anvertraut durch Jesu Wort im Leiden;

|: zeig allen, die dein Bild geschaut, den Trost der ewgen Freuden! :|

 

Maria, unsre Königin, du Magd des Herrn hienieden,

|: wir tragen Leid und Not dir hin: erbitt uns Gottes Frieden! :|

 

Du Frau, die Gottes Größe preist: uns deinen Glauben lehre.

|: Dem Vater, Sohn und Heiligen Geist in Ewigkeit sei Ehre! :|

 

Text: Guido Görres 1842; Str. 2-5 Karl Heinz Zeiß/Ernst Hofmann 1978/1986

Wir dürfen im Mai im Speziellen unsere himmlische Mutter ehren, ihr danken und sie auch bitten. Besonders in der täglichen Maiandacht in unserer Klosterkirche, wo wir alle unsere Freuden und Sorgen mit Liedern und Gebeten vor unsere Mutter tragen können. Es ist auch eine Gelegenheit, unser Vertrauen auf sie, die Himmelskönigin zu erneuern, nach ihren Absichten für unser Leben zu fragen und unsere Hingabe an sie zu erneuern. Sie wird uns lehren, in unserem Leben "nichts höher zu stellen als Christus" (RB 72,11).

Hochfest der Auferstehung des Herrn

„Heute, auch in dieser unserer von Unsicherheit gezeichneten Zeit, erleben wir erneut das Ereignis der Auferstehung, die das Wesen unseres Lebens verwandelt, die Geschichte der Menschheit verändert hat… An alle sind heute die Worte gerichtet, mit denen der Engel am Ostermorgen die verängstigten Herzen der Frauen beruhigte: „Fürchtet euch nicht. Ich weiß, Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, denn Er ist auferstanden“ (vgl. Mt 28,5-6). Jesus ist auferstanden und schenkt uns den Frieden: er selbst ist der Friede… Die Menschheit des dritten Jahrtausends scheue sich nicht, Ihm das Herz zu öffnen. Sein Evangelium stillt in Fülle den Durst nach Frieden und Glück, der in jedem menschlichen Herzen wohnt. Christus lebt im Jetzt und geht mit uns.“

+Papst Benedikt XVI, Ostersonntag 2006

Christus spricht auch heute zu uns: Ich bin auferstanden und immer bei Dir!

 

Herr, mach uns zu frohen Verkündern dieser frohen Botschaft und hilf uns, Deine bleibende Gegenwart auch in unserem Alltag zu erkennen und mit dankbarer Liebe zu beantworten.

25. März: Hochfest der Verkündigung des Herrn

Neun Monate vor dem Fest der Geburt des Herrn wird das Fest der Verkündigung gefeiert: der Tag, an dem der Engel zu Maria gesandt wurde und ihr verkündete, dass sie zur Mutter des Messias, des Gottessohnes, erwählt war. Maria, Vertreterin ihres Volkes und der Menschheit, hat mit ihrem einfache Ja geantwortet. Die Gottesmutterschaft ist das zentrale Geheimnis im Leben Marias; alles andere zielt darauf hin oder hat dort seinen Ursprung und seine Erklärung.

 

Ein Fest der „Verkündigung der Geburt des Herrn“ wurde in der Ostkirche bereits um 550 am 25. März gefeiert: in Rom wurde es im 7. Jahrhundert eingeführt.

Aus: Schott für die Wochentage I

„Der den Menschen erschuf, nimmt menschliches Leben an und wird aus der Jungrau geboren.

Von keinem Mann gezeugt, kommt er in die Welt und schenkt uns ein göttliches Leben.“

Antiphon

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März: Monat des Hl. Josef

Der Monat März ist traditionell dem heiligen Josef geweiht. 

Er ist ein mächtiger Fürsprecher und hilft in den vielfältigsten Anliegen. - Wir können es bezeugen!

Sankt Josef, Spross aus Davids Stamm,

gerecht und fromm im Leben!

Nach Gottes Plan ein Engel kam,

Verheißung dir zu geben:

Nimm deine Braut, sie trägt den Sohn,

der herrschen wird auf Davids Thron

und der sein Volk erlöst.

 

Du nimmst den Ruf im Glauben an,

erfüllst den Dienst mit Schweigen.

An deiner Hand wächst er heran,

vor dem sich Engel beugen.

Er tritt aus deiner Hut heraus

und bleibt in seines Vaters Haus.

Und du erkanntest ihn.

 

Wie du Maria und ihr Kind

in deinem Schutz geborgen,

wirst du, solange wir Pilger sind,

für Christi Kirche sorgen.

Dass sie erstarke und gedeih’

Und Christus in ihr mächtig sei:

dazu, Sankt Josef, hilf!

 

Gotteslob 1975, Nr. 609

Fastenzeit

Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen? Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen?

Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot und deine Heilung wird schnell gedeihen. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des HERRN folgt dir nach. Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.

Wenn du Unterjochung aus deiner Mitte entfernst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemandem übel nachredest, den Hungrigen stärkst und den Gebeugten satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.

Jesaja 58

Frisches Brot

Die Fastenzeit ist uns von Gott, von der Kirche geschenkt, um unsere Lebensweise, unsere Angewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Wir beten, fasten und tun Gutes.

Die erste und schwerste Ungerechtigkeit deren wir uns schuldig machen ist die Sünde. Die Sünde richtet sich immer gegen Gott und auch gegen die Mitmenschen. Im vermehrten Gebet dieser Gnadenzeit schenkt uns die Liebe Gottes Sein Licht, in dem wir besser sehen, wo und was wir ändern sollen.

Man kann auf vielerlei Arten fasten – Handy fasten, Internet fasten, Auto fasten, negatives Reden fasten, usw.

Aber wenn wir unserem Leib unnötige Nahrung entziehen, stärkt das unseren Geist; Gott schenkt uns damit die Kraft, was wir als falsch in unserem Leben erkannt haben auch zu überwinden.

Sei mutig, gehe in dich und fange heute an! Und wenn du scheiterst, dann fang wieder an. Unser Vater im Himmel liebt dich und jeden Menschen sosehr, dass ER immer bereit ist uns jeden Augenblick einen Neuanfang zu schenken. Jedes Mal wenn wir gescheitert sind, dürfen wir zu IHM zurückkehren. In besonderer Weise wird das erfahrbar im Empfang des Bußsakramentes, wenn Jesus Christus zu dir spricht: Ich verzeihe dir, alle deinen Sünden sind dir vergeben.

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